"Meine Zeit liegt in Deinen Händen" unter diesem Titel stand die letzte Dekanatsfrauenmesse des Dekanates Ernstbrunn ( da ja das Dekanat Ernstbrunn mit Herbst aufgelöst wird), die am 8.Juni 2016 in der Pfarrkirche in Herrnleis stattfand. Frau Fini Reeh begüßte in Vertretung von KFB -Dekanatsleiterin Edith Sterovsky die zahlreichen Frauen unseres Dekanates und Herrn Dechant Walter Pischtiak, sowie P. Norbert aus der Pfarre Asparn und den Kaplan aus Ernstbrunn Günter Schreiber.Unsere Zeit hier auf Erden ist sehr kurz bemessen - so meinte Herr Dechant bei seiner Predigt -  und daher sollten wir jeden Augenblick ernst nehmen, jeden Menschen mit dem ich gerade zu tun habe, ernst nehmen, jede Arbeit, die ich gerade zu tun habe, ernst nehmen und auch meine Zeit für Gott ernst nehmen.Aber auch die Zeit des Feierns und miteinander Plauderns ernst nehmen - in diesem Sinne luden die Frauen aus Herrnleis zur Agape ins Feuerwehrhaus. Die Dekanatsvertreterin Helga Zawrel nutzte auch gleich die Gelegenheit und gratulierte Herrn Dechant Walter Pischtiak zum gestrigen Geburtstag.

 

 

Das Thema der Maiandacht am 1. Mai 2016, die uns wie immer zur Bründlkapelle in Ernstbrunn führte, war : Maria, Mutter der Barmherzigkeit. Kaplan Günther Schreiber brachte in seiner Ansprache eine interessante und wie ich finde sehr schöne Herleitung des Wortes Barmherzigkeit. Der hebräischen Sprachwurzel nach ist Barmherzigkeit nämlich eine Bezeichnung für einen Ort, für den Mutterschoß, d.h. ein Ort wo ich geschützt bin, in Sicherheit und geborgen. Barmherzigkeit auszuüben, heißt demnach jemandem Schutz zu geben, jemanden wachsen lassen, jemanden unerschütterliche Liebe zukommen lassen….

Ob ich selbst barmherzig bin hängt ganz von mir selber ab. Natürlich kann ich sagen, der oder die sind selber schuld an ihrer Situation, oder was geht mich das an? Aber gerade, das bedeutet ja barmherzig sein, dass ich trotzdem so handle. Maria kann uns gerade darin ein großes Vorbild sein.

Leider war das unsere letzte Dekanatsmaiandacht, die von uns, dem Dekanatsteam der katholischen Frauenbewegung des Dekanats Ernstbrunn vorbereitet wurde. Aufgrund der Strukturreform in unserer Diözese wird es das Dekanat Ernstbrunn bald nicht mehr geben und somit auch unser Team nicht mehr. Das gleiche gilt für die Dekanatsfrauenmessen und den Weltgebetstag der Frauen, sowie dem früheren Tag der Frau, jetzt ein Nachmittag für mich genannt.

Ich möchte an dieser Stelle Frau Maria Rejschek recht herzlich danken, die diese Dekanatsmaiandacht vor vielen Jahren ins Leben gerufen hat und auch den Teammitgliedern des KFB Teams – der Dekanatsleiterin Edith Sterovsky, Fini Reeh und Barbara Scheck - sowie Frau Eleonore Engelke die entscheidend dazu beigetragen hat den Weltgebetstag der Frauen in unserem Dekanat zu etablieren.

Sabi Spanner-Riepl (kfb - Dekanatsteammitglied)

 

 

Der Weltgebetstag der Frauen ist eine der größten ökumenischen Bewegungen weltweit - er wird in über 100 Ländern gefeiert und das schon seit 1927! Dieses Jahr haben Frauen aus Kuba den Wortgottesdienst zum Thema:" Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf " vorbereitet. Niemand konnte wissen wie aktuell die Geschehnisse in Kuba sein würden als es 2011 zum Weltgebetstagsland ernannt wurde!

In unserem Dekanat feierten wir den WGT im Pfarrsaal in Ernstbrunn. Laut dem Motto: informiert beten - betend handeln - wurde zu Beginn das Land Kuba, die Situation und die Probleme der Menschen auf der Insel anhand von Bildern vorgestellt. Dann folgte die Liturgiefeier, vorbereitet von den Frauen aus Kuba, bei der eine Kollekte zugunsten verschiedenster Projekte weltweit stattfand. Schließlich gab es noch eine Agape, um das Land Kuba auch erschmecken zu können.

Die folgenden Fotos geben einen kleinen Eindruck der Feier:

 

 

Am Samstagnachmittag, den 7.November 2015, lud die Katholische Frauenbewegung des Dekanates Ernstbrunn zu einem Nachmittag für mich mit dem Thema " Blick über den Tellerrand"  in das Pfarrheim Niederleis ein. Frau Ümmu Türe vom Afro - Asiatischen -Institut in Wien erzählte uns einiges über ihren Glauben den Islam und wie sie in der Familie die einzelnen Lebensstationen wie Geburt, Ehe oder Tot begehen. Ihre Eltern und Großeltern sind schon nach Österreich gekommen, sie selbst ist bereits in Österreich geboren. Einige waren gekommen um mehr über dieses Thema zu erfahren, weil sie zum Beispiel viel mit muslimischen Jugendlichen in der Schule zu tun haben und diese besser verstehen wollen. Es war ein sehr interessanter Nachmittag und es hat sich gezeigt, dass unser christlicher Glaube und auch der muslimische Glaube so einiges gemeinsam haben. Vieles, was für für Islam halten, sind aber nur kulturelle Traditionen er einzelnen Länder und Volksgruppen und haben mit dem Glauben, dem Islam, an sich nichts zu tun.

Am Schluss gabs dann noch eine kleine Stärkung, bei der wir noch so einiges nachbesprechen konnten.