Wenn wir Menschen krank werden, leidet nicht nur unser Leib: auch unsere Seele hat dann Schweres zu ertragen. Vieles, was bisher selbstverständlich war, wird plötzlich fragwürdig: unsere Kraft in uns selbst und unser Vertrauen in die Zukunft. Es ist eine schlimme Erfahrung, von einem Tag auf den anderen nicht mehr die gewohnte Arbeit tun zu können und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

Tiefer und weiter als Worte reichen in manchen Lebenssituationen Symbole und Zeichenhandlungen. Ernsthaft Erkrankten spendet deshalb die katholische Kirche das Sakrament der Krankensalbung. Durch dieses heilige Zeichen erfährt die erkrankte Person: Ich bin in meiner Not nicht alleingelassen. Jesus Christus, der unter Schmerzen das Kreuz getragen hat, ist mir im Sakrament nahe und ich ihm. Er gibt mir Kraft auf meinem Weg.

Den Zeitpunkt sollte die betroffene Person selbst bestimmen und sie sollte das Sakrament bewusst empfangen. Bitte schieben Sie daher den Zeitpunkt nicht bis kurz vor dem letzten Atemzug hinaus. Die Änderung der Bezeichnung des Sakramentes - Krankensalbung statt "letzte Ölung" - weist bereits darauf hin: das Sakrament ist nicht nur die Sterbestunde gedacht.

So wird die Krankensalbung gefeiert:

Nach einem Eröffnungsgebet, der Bitte um Vergebung der Schuld, einer kurzen Schriftlesung und den Fürbitten spricht der Priester ein Lobgebet über das geweihte Öl. Dann legt der Priester die Hände auf, macht mit dem Öl ein Kreuzzeichen auf Stirn und Hände des Kranken. Dabei spricht er:

                          " Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Amen."

                          " Der Herr, der dich von den Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf. Amen.

Mit dem Vater unser und dem Segen endet die Feier der Krankensalbung.

Wünschen Sie für sich oder einen Angehörigen das Sakrament der Krankensalbung wenden Sie sich bitte an die Pfarre.