Die Adelsfamilie Breuner hatte schon seit längerer Zeit eine gute und enge Beziehung zu den Minoriten, als sie diese im Jahr 1624 nach Asparn rief.

So kam es, dass der Familie Breuner selbst Minoriten entstammten (z.B. P. Ulrich Graf von Breuner, der Provinzvikar war).

Asparn

Seifried Christoph Graf Breuner hatte den Orden der Minoriten bei seinem Studium in Padua kennen und schätzen gelernt.

Da ihm die Erneuerung der katholischen Kirche sehr am Herzen lag,wollte er ein Kloster errichten und die Minoriten nach Asparn holen.

Durch die Stiftung eines Klosters wollte er seine Untertanen möglichst schnell zur katholischen Kirche zurückführen.

 

Am 10.2.1624 stimmte der Bischof der Stiftung des Klosters zu und bereits am 24.4.1624 kamen die ersten drei Minoriten nach Asparn. Dieser Tag gilt auch als Pfarrübergabe - der vorherige Pfarrer resignierte auf die Pfarre; das wurde auch in einem Vertrag mit den Minoriten besiegelt.


Im gleichen Jahr errichteten die Minoriten ein Noviziat in Asparn und schon im Jahr 1625 legten drei Novizen ihre Profess ab.

1627 wurde der Grundstein für das Kloster auf dem ehemaligen Krautgarten neben der Pfarrkirche gelegt und ein Jahr später wurde der Bau vollendet.

Graf Breuner wollte seine beiden Patronatspfarren Asparn und Grafensulz dem Kloster der Minoriten vereint übergeben. Aber erst 1629 wurden die Pfarren Asparn und Grafensulz mit Einwilligung des Generalministers der Minoriten und Papst Urban VIII dem Minoritenorden inkorporiert.

Der Stifter des Klosters starb am 22. November 1651 und wurde unter dem Hauptaltar in der Pfarrkirche begraben.

 

 

Das Kloster erlebte in den darauffolgenden Jahren eine große Blütezeit und betreute auch die Pfarre Staatz mit. Im Kloster wurden auch Provinzkapitel abgehalten und der erste Minorit des Klosters, P. Clemens Widmer, wurde auch der erste Provinzial der österreichischen Minoritenprovinz, die 1625 wieder das Recht erhielt, ihren Provinzial frei zu wählen!

 

Im Jahr 1740 brach ein großes Feuer im Ort aus und auch das Kloster verbrannte vollständig.

Am 10. Juni 1745 wurde mit dem Bau des heutigen Klosters begonnen.

 

1785 bestätigt die Chronik die Anwesenheit von 10 Priestern im Kloster und weitere drei außerhalb des Klosters in den Pfarren Ameis, Grafensulz und Wenzersdorf.

 

Vieles hat das Kloster erlebt, nicht nur schöne und erfolgreiche Zeiten, sondern auch sehr schwierige, wie die Zeit der beiden Weltkriege.

In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde eine Generalsanierung der Außenfassaden mit Hilfe der Erzdiözese Wien, dem Bundesdenkmalamt und dem Land Niederösterreich durchgeführt. Das heutige KLoster beinhaltet Konventswohnräumlichkeiten der Minoritenbrüder, Gruppenräume für die Pfarre, so wie auch das sehenswerte Weinlandmuseum der Marktgemeinde Asparn an der Zaya.

Die vorrangige Aufgabe der Minoriten in Asparn liegt auf dem pastoralen Gebiet der Pfarrseelsorge. Die Brüder des hl. Franziskus betreuen heute folgende Pfarren: Asparn, Michelstetten, Wenzersdorf und Paasdorf. Sie leisten auch vermehrt verschiedene Gottesdienst-Aushilfen in den Diözesanpfarren im Dekanat Ernstbrunn wie auch in den Dekanaten Laa/Gaubitsch und Mistelbach.